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4. Dezember 2017 |

„Geben ist seliger denn nehmen!“ Diese biblische Botschaft erhält vor allem in diesen Tagen wieder eine stärkere Bedeutung – in unzähligen Spendenaufrufen und Aktionen werden wir jedes Jahr aufs Neue in der Vorweihnachtszeit daran erinnert, dass es Menschen gibt, denen es gar nicht gut geht, die Hilfe benötigen, die auf eine gebende Gemeinschaft der Mitmenschen vertrauen dürfen.

Wir spenden und geben gerne mit offenem Herzen. Unsere Freude verbreitet sich, wenn wir selbstlos und liebend teilen. Wir sind bereit dazu, und glücklich es zu können, Gott sei Dank!

Wie sieht es hingegen aus, wenn wir selber, unerwartet und scheinbar ohne Grund, ein kleines Geschenk erhalten?

… Vielleicht von der netten Nachbarin, von einem Freund, von einer Arbeitskollegin? Wir fühlen uns etwas befremdet, wir möchten es eigentlich gar nicht annehmen, "...einfach so (?)" - wir überlegen uns schon gleich fieberhaft, was wir zurückschenken könnten, oder sollten (?). Wir stehen plötzlich in der Schuld von Jemandem, so denken wir, und dieses Gefühl ist oft schwer auszuhalten.

Doch mal ehrlich: schulden wir tatsächlich Jemandem etwas, der uns selbstlos und freudvoll beschenkt? Sicher nicht … wir tun es ja ebenso, wenn das 2-Eurostück in der Sammeldose klimpert, oder die getätigte Spende abgebucht wird.

Ist etwas von Herzen gegeben, einfach nur so, dürfen wir dies ebenso einfach nur so annehmen.

An-nehmen und dankbar sein! Ein Gefühl, dass wir fast schon vergessen haben in unserer Welt des Überflusses. Dankbar sein für eine kleine Aufmerksamkeit, für eine kleine menschliche Wertschätzung, eine Geste der Mit-Menschlichkeit. Wir lassen unser Herz erwärmen, einfach nur so, und geben ein glückliches Lächeln zurück: „Ich danke Dir!“, denn wir werden gesehen, wie und wer wir sind, wie schön!

Ich wünsche Euch allen eine wundervolle Zeit des Gebens, des Schenkens, des Annehmens und des Dankbarseins, und dies ausdrücklich nicht nur zur Weihnachtszeit ;-)

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